Der leichte Weg
Es gibt distros, die es Windowsflüchtlingen leicht machen - so der anspruch. PCLinuxOS hat viele eifrige fans, aber die einzige version, die auf deren website angeboten wird, ist eine beta 2, allerdings liest man in mehreren besprechungen, die sei stabil und man könne einfach damit arbeiten. Also überprüfe ich die unterstützung für Intel G915 und man versichert, das sei mit einem klick installiert. Dank Synaptic, einem sog. 'package manager' - der hilft beim installieren von weichware.
PCLOS stellt 'ne menge fragen, sogar wenn es nur von CD laufen soll. Meine sprache, zeitzone und internetverbindung. Die installation dauert über 20 minuten (die mittlerweile bekannte partitionierung eingeschlossen), aber der bildschirm steht wieder auf 800x600. Als ich mir die einstellungen ansehe, erfahre ich, daß ich mehr glück hätte, wenn ich die 915-auflösung installiere - ob ich das denn jetzt tun möchte? I klicke auf den OK-knopp und reibe mir die hände in vorfreude. PCLOS ist sofort zurück und teilt mit, daß es leider nicht tun könne, was es versprochen hat, sorry.
Ich vergrabe mich nun in Synaptic über eine schaltfläche, die sich 'vereinbarungen' nennt, finde eine 915-auflösung, markiere sie zur installation und klicke 'übernehmen'. Jetzt teil mir Synaptic mit, daß das auch nicht klappt und ich fange an zu glauben, daß etwa grundlegende fehlen muß. Firefox startet ohne verbindung, also ab in die systemsteuerung und DSL einrichten, zurück zu den bildschirmeinstellungen und endlich wird PCLOS den Feuerstein-look los.
PCLinux bietet KDE als oberfläche. Damit komme ich besser klar als mit Gnome. Die liste der installierten programme umfaßt OpenOffice, Scribus, Thunderbird und MPlayer für filme auf DVD. Obwohl PCLOS noch in arbeit ist, scheint es flinker zu sein, als die zwei vorherigen distros. Nur OpenOffice schleicht sich auf den bildschirm.
Etwas anderes machte mir noch kopfzerbrechen. Steuerleisten hingen da in der gegend rum und ich konnte sie nicht schließen, was auch immer ich tat. Abmelden würde zu schwarz-weißen linien führen - also einfach abschalten. Nach dem neustart fehlt die internetverbindung wieder, das passiert allerdings auch, wenn ich den rechner normal runterfahre.
PClLinuxOS hat gewiß seine vorzüge, aber die derzeitige beta-version ist nicht stabil. Beta-3 wird gerade veröffentlicht, also ist's wohl nicht mehr lange bis zur fertigstellung.
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