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perubique
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Der streit ist heiß: "Freie Software" stellt die reine lehre dar und ist viel freier als nur "Open Source". Dort ist freiheit nur methode zur erstellung hochwertiger programme. Aber die wirklich "schmierigen schmuddelkinder" sind die autoren von "Freeware": denen ist gar nichts heilig und die verteilen nur ihre programme umsonst. Die unterschiede verlangen nach fachlich geschulten exegeten und religiösen eiferern. 

Mit Bert Brecht sach ich da: "Zuerst kommt das Fressen, und dann die Moral!" und laß mir alles schmecken.

"Freie Software" lebt hier neben "Open Source" und "Freeware" in friedlicher eintracht. Und das ist gut so. Die grabenkämpfe der jeweiligen szene, na ja... oder in China fällt'n sack reis um.

Am Anfang Definitionen

...ganz am anfang war da meine kleine schwester und die wollte ständig wissen, welche programme sie auf ihrem rechner einsetzen soll. Also hab ich ne liste ins netz gehängt, kurz, knapp, unauffällig, damit sie nachgucken kann.

Dann stand ich in einem der vielen elektronik-märkte unserer republik vor einem softwareregal und neben einem zukünftigen kunden. Dieser war reich bepackt mit office- und security-suite im verkaufswert von mehreren hundert Euro. Die unschuld, mit der der mann mittleren alters annahm, daß er nun notwendigerweise so einen haufen geld in dem laden lassen müsse, verursachte meinen sprechapparat ohne vorherige zustimmung meinerseits laut zu äußern: “Aber das können Sie sich doch alles aus dem netz holen. Gratis!” Der herr war so verwundert wie ich und ich fuhr fort: “Ham’Se denn schon mal was von OpenOffice gehört? Oder von AntiVir? Auch ‘ne firewall, ‘ne richtig gute gibt’s da umsonst!”

Eine junge dame schob sich schützend zwischen uns. Die tochter. Beide wollten gemeinsam die zu erstehende software nutzen, er als kleiner selbständiger, sie als studentin. Keiner hatte zuviel geld. Keiner wollte mir so richtig glauben und als ich dann um eine email-adresse bat, um die links zum download zusenden zu können, brach das mißtrauen richtig durch.

In der sicheren gewissheit, einem bauernfänger entronnen zu sein , verabschiedeten sich vater und tochter kühl und schritten vereint zur kasse. Ich war machtlos. Also hab’ ich mir überlegt: für diese leute mach ich hier’n “space”. Für die, die noch nie gehört haben, daß es sowas gibt und die angst haben, einem gauner zu erliegen. Dann geb’ ich denen meine internetadresse und dann könn’se gucken oder auch nicht. Und auch für die, die immer noch glauben, OpenSource und freeware sei etwas für bastler, hobbyisten, spinner und programmierer. Wer zuviel geld hat, solls halt ausgeben. Anderen kann vielleicht geholfen werden!

Übrigens: dies ist wirklich keine werbeseite. Ich bin lediglich ein nutzer der vorgestellten programme und empfehle diese. Manchmal sehr nachdrücklich…

Wer sich mit definitionen beschäftigen will, der findet diesölben hier:

Freier Software, OpenSource, und auch freeware

in der Wikipedia.

Der überaus praktische aspekt dieser ‘weichware’ ist, daß sie bei klammsten budget unschätzbare dienste leistet: sie kostet nichts und ist doch so gut wie kommerzielle ware.

Außerdem leisten sie einen unschätzbaren beitrag, den herrschenden “zeitgeist” mit einer alternative zu konfrontieren: dort programme, die das wohl weniger über das vieler stellen, und hier programme, die helfen probleme zu lösen, wie wir das seit urzeiten gemacht haben: als gemeinschaft.

Die Ideale der Open-Source-Software können anhand der vier wichtigsten Rechte, die von der General Public License (GPL) der Free Software Foundation abgedeckt werden, beschrieben werden:

  • Das Recht, die Software für jeden Zweck zu benutzen
  • Die Freiheit, die Software kostenlos oder gegen eine Gebühr weiterzugeben
  • Zugang zum kompletten Quellcode des Programmes (den „Blueprints“)
  • Das Recht, jeden Teil des Quellcodes zu ändern oder Teile in anderen Programmen zu verwenden

Eine andere Sichtweise dieser Philosophie findet sich in der Open Source Definition: „Die Basis-Idee hinter Open-Source ist sehr einfach: Wenn Programmierer den Source-Code lesen können, weitergeben und verändern dürfen, entwickelt sich diese Software weiter. Leute verbessern sie, passen sie an eigene Bedürfnisse an, beheben Fehler. Und dies alles kann so schnell passieren, dass jemand, der nur den „langsamen Teil“ der Softwareentwicklung kennt, sehr erstaunt ist.“ Getting Started-Handbuch von de.openoffice.org

Von dem eingesparten geld läßt sich dann auch leicht hie und da eine freiwillige spende abzweigen - das motiviert die entwickler und hält sie und die software am leben, nicht wahr?! Und wer wirklich keine kohle hat, der macht dann halt noch’n blog und empfiehlt’s auch weiter. Ich erhebe keinerlei anspruch auf vollständigkeit. Wenn programme “fehlen” sollten, dann liegt das ziemlich sicher daran, daß ich sie nicht benutze und/oder kenne. Manche sachen interessieren mich nicht.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 09. Januar 2010 um 23:19 Uhr