Eins und Eins - Noch kein DSL für Nürnberg in Aussicht
Franz Seidl von Franz'Blog berichtet interessantes und lesenswertes von 1und1 und zeigt damit klar, daß, was in Berlin nicht klappt auch andernorts nicht klappen muß. Können sich millionen von kunden irren?
Danke schön, Franz 
|
Einen Monat ist es her, an dem mein DSL von 1&1 eigentlich geschaltet werden sollte. Aber ich fange am besten von vorne an: Für meinen neuen Wohnsitz benötige ich natürlich auch DSL. Da kam mir die Werbung von 1&1 gerade recht. Denn Sie versprach DSL ohne Festnetzanschluss. Da ich ohnehin nicht viel telefoniere und VoIP im Angebot inklusive ist, war das einfach die Lösung. Also schickte ich meine Bestellung Ende Juli ab. Bald darauf kam auch schon die Bestätigung seitens des Anbieters. Den ersten Schock bekam ich allerdings bei der Hardwarelieferung: kein Splitter. Nach einem etwa zehnminütigem Anruf (und 2,40 EUR ärmer -> 24 Cent/Min.) wurde mir gesagt, dass sich jemand erkundigen wird ob dieser überhaupt bei dem Komplett-Angebot (also ohne Festnetzanschluss) nötig ist. Das nächste Ärgernis war, dass der Splitter wirklich kam, allerdings nicht an meiner Adresse für die Hardwarelieferung (bei meinen Eltern), sondern in Nürnberg. Da ich natürlich zu der Lieferungszeit in der Arbeit bin, musste ich erst einmal quer durch Nürnberg mit den Öffentlichen reisen (wo schon mal schnell insg. 3 Stunden vorbei waren). Ein paar Tage danach bekam ich Post:
Die Freude war groß. Um gleich Problemen aus den Weg zu gehen, hab ich wieder mal, bei der mir schon bekannten Hotlinenummer, angerufen. Dort erkundigte ich mich, ob man den Termin zeitlich eingrenzen lassen könne, da ich an diesem Tag arbeite. Der 1&1-Mitarbeiter meinte, dass ich natürlich vorher von der Telekom angerufen werden. |
Ein Anruf kam am 6. August allerdings nicht, lediglich eine Karte lag in meinem Briefkasten: Ich solle doch bitte über meinen Telekommunikationsanbieter einen neuen Termin ausmachen. Wieder einmal war es Zeit die Hotline anzurufen… Aber zum Glück hatte ich ja schon die SIM-Karte von 1&1 (mit der ich übrigens umsonst ins Festnetz anrufen kann). Aber was war das? Gleich nach dem Wählen wurde ich aus der Leitung geschmissen. 1&1 scheint sich wohl selbst von ihren SIM-Karten gebannt zu haben. Also blieb mir nichts anderes übrig, als über mein Prepaid-Handy anzurufen. Wieder ungefähr 10 Minuten, diesmal war jedoch nicht einmal mehr die Bandansage am Anfang kostenlos (mit der, der Grund des Anrufs eingeordnet wird) und der Spaß kostete 1 EUR/Minute. Dabei wurde ein neuer Termin für den Telekomtechniker festgesetzt. Der von mir ersehnte Herr kam dann auch wirklich, inzwischen schrieb man schon den 27. August. Diese Woche hab ich mir mitunter wegen diesen Termin (”Telekom kommt zwischen 8 und 14 Uhr) Urlaub genommen… Es klingelte um ca. 11.45 Uhr: “Hallo, Telekom.”, Testgerät angeschlossen, “bin gleich wieder da”, ging in den Verteilerraum, 10 Minuten vergingen, Testgerät weggenommen, Notiz auf Zettel gemacht, “Auf Wiedersehen”. Da ich schon so ein komisches Gefühl hatte, fuhr ich extra am Mittwoch nochmal zur Wohnung und probierte den Anschluss. Leider ging nichts. Eine halbe Stunde probierte ich vorsichtshalber sämtliche Kombinationsmöglichkeiten mit den Kabeln, überprüfte zig Mal alles. Nichts… Wieder mal bei der Hotline anrufen… Ich sprach mit insgesamt drei Leuten, bis ich einen Zuständigen am Telefon hatte. Dieser meinte, das alles sei eigenartig. Warteschleife… “Der Anschluss wird jetzt noch mal telekomseitig geprüft.” Auf meine Frage, wie ist es denn mit einer Kostenerstattung aussehe, da ich ja bisher nur die SIM-Karte nutzen kann (40 Euro im Monat sind doch dafür etwas zu viel) meinte er ich solle mich, wenn mein Anschluss geht mit der Rechnungsabteilung in Verbindung setzen und eine Gutschrift für die Zeit verlangen. Warum hab ich nur so ein ungutes Gefühl, dass ich nie meine Gutschrift bekommen werde? … :-) |
- Druckversion
- 716 Aufrufe
